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1959 in Mexiko City geboren profil
Mercedes
Felgueres
wurde in Mexico City geboren; sie studierte Architektur und arbeitete auch
als Architektin und Innenarchitektin. Seit 1994 lebt und arbeitet die
Künstlerin in Deutschland, seit 2002 in München. Viele Einzelausstellungen
und Beteiligungen an Gruppenausstellungen in Deutschland, Belgien, Italien
und Mexico haben ihre experimentelle Malerei international bekannt gemacht.
Die Gemälde von
Mercedes
Felgueres
erzählen von einem Leben zwischen den Kulturen, von ihren Erfahrungen mit
dem Neubeginn in Deutschland. Ihr Werk ist gekennzeichnet vom virtuosen
Umgang mit Farbe, die sie vielschichtig und oft in den leuchtenden, warmen
Tönen ihrer Heimat aufträgt. Die Bilder sind eine Einladung: Eine
Aufforderung zu einem Gang durch eine abstrakte Bilderwelt, die sich jeder
Betrachtende zu eigen machen kann.
Mercedes
Felgueres
setzt verschiedene Techniken vor allem der Malerei ein, doch erscheint die
Bezeichnung „Gemälde“ zu eng für ihre Arbeiten, die aus vielen Schichten und
Materialien aufgebaut sind. Neben Acryl und Pigmenten verwendet die
Künstlerin auch Materialien wie Wachs, Asphalt, Graphit, Sand oder sogar
Blattgold; außerdem setzt sie aus Baumrinde gewonnene Papiere aus ihrer
mexikanischen Heimat ein: Ihre stark strukturierte Oberflächen nutzt sie
manchmal als Schablonen zum Farbauftrag. Außerdem verarbeitet
Mercedes
Felgueres
die klassischen Materialien der Collage wie Ausrisse aus Zeitungen oder
Illustrierten. In ihren neuesten Arbeiten verwendet sie vor allem eigene
Digitalfotografien, etwa von Ausschnitten aus Fernsehfilmen. Durch die
Loslösung von Bildelementen aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang und ihre
Übertragung in einen neuen Kontext entstehen überraschende
Verfremdungseffekte, die sich jedoch nicht in Vordergrund drängen: Die
Künstlerin verwendet besondere Sorgfalt auf die Integration der
verschiedenen Materialien und Elemente in die Gesamtkomposition eines
Bildes. Der klare kompositorische Aufbau, die Gliederung von Flächen durch
gerade Linien zeugen von Felgueres' Prägung durch ihren ersten Beruf, der
Architektur. Mit subtil oszillierenden Farben erzielt sie den Eindruck
räumlicher Tiefe; zugleich entsteht durch die Mischtechnik eine
strukturierte Oberfläche und eine Körperlichkeit der Bilder, die den
Betrachter zum Berühren herausfordern und die Grenze zwischen Gemälde und
Objekt verschwimmen lässt. Einige schwarz-weiß gehaltene Arbeiten aus
zurückliegenden Jahren haben einen geradezu skulpturalen Charakter.
Spezifisch mexikanisch in Felgueres' Kunst sind die warmen, leuchtenden
Farben: Selbst Schwarz-, Weiß- und Grautöne verströmen eine wie aus dem
Untergrund kommende Wärme. Felgueres' Farben haben eine besondere
Leuchtkraft, die selbst aus den gedeckten Erdtönen einiger Werkreihen der
letzten wirkt. In ihren neuen Bildern setzt sie ganz auf die glutvolle,
lebendige Farbigkeit. |