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Isolde Folger
Die 1961 geborene Malerin fühlte sich schon seit 1984 zur bildenden Kunst hingezogen und wandte sich ab dem Jahre 1999 ausschließlich der freien Malerei zu. Die den folgenreichen Schritt bestärkte Isolde Folger durch ihre Ausbildung bei den Künstler Heinz Altschäffel und Robert Höfling sowie Franz Kochseder.
Ihre Werke sind von einer intuitiv sicheren Wahl der verwendeten Formen und Farben geprägt. Sie setzt ihr inneres Gefühl spontan in spannender Weise um. Ihre Kompositionen spiegeln ihre Tugenden wieder: Mut, Temperament, Schwung, Spontanität und Leidenschaft in hohem Maße. Entsprechend zeichnen sich ihre Bilder auch durch spürbare Emotionen aus, die sich gespalten äußern: einmal- durch Gesten der aufgewühlten, sich wild austobenden Gefühlsäußerungen in kraftvollen Formen und Farben und andererseits in letzter Zeit zunehmender beruhigender, gefühlsvertiefender Verinnerlichung in fast monochromer Darstellungsweise. Ein Zwiespalt, welcher der menschlich, malerisch und technisch gereiften Künstlerin sehr gut zu Gesicht steht und ihr Werk besonders abwechslungsreich und damit noch interessanter macht.
Hiervon, d.h. von der Bipolarität ihres Schaffens, den Emotionen der Wildheit einerseits und der Verinnerlichung andererseits, lebt das Werk Isolde Folgers. Die Spannung wird beim Betrachter immer hochgehalten und damit verbunden auch die Faszination.
Nicht zuletzt deshalb haben viele öffentliche Sammlungen und Museen, auch der deutsche Bundestag, Bilder von Isolde Folger angekauft: die den Werken innewohnende Kraft, ihre Wärme und ihr Flair werden durch die Betrachter verinnerlicht, das Temperament und die Leidenschaft der Künstlerin werden eingesogen und zu eigen gemacht, man kann sich dem Einfluss dieser Bilder einfach nicht mehr entziehen.
Dr. Joachim Haas